Die Gartenstadt Werdersee ist ein Vorbild für energieeffizientes Bauen. Aus diesem Grund hat Bremens grünes Neubaugebiet für die ersten beiden Bauabschnitte jetzt das Label „Klimaschutzsiedlung“ erhalten.

Verliehen wurde die besondere Auszeichnung durch die gemeinnützige Klimaschutzagentur energiekonsens. Grund: Die Gartenstadt Werdersee ist ein Vorbild für energieeffizientes Bauen und eine klimafreundliche Quartiersentwicklung. Vor Ort, direkt am Werdersee an der Habenhauser Landstraße, trafen sich hierzu unter anderem die Projektverantwortlichen der Gartenstadt Werdersee mit Vertretern der Klimaschutzagentur.

Ist es draußen kalt, drehen wir die Heizung auf. Wer eine Dusche nimmt, tut das meist mit warmem, sprich erhitztem Wasser. Auf den gesamten Gebäudesektor fallen in Deutschland etwa 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und gut 30 Prozent der Treibhausgasemissionen an. Die Klimaschutzagentur energiekonsens verfolgt das Ziel, dies zu ändern, indem sie Neubau- und Sanierungsprojekte begleitet und nach erfolgreicher Prüfung definierter Grenzwerte das Siegel „Klimaschutzsiedlung“ vergibt. Die Gartenstadt Werdersee ist eines der wenigen Vorzeigeprojekte, das den hohen energetischen Anforderungen entspricht. So verursachen die Häuser, die dort momentan entstehen, lediglich knapp halb so hohe CO₂-Emissionen wie eine nach gesetzlichem Standard gebaute Siedlung. Möglich macht dies eine ganze Reihe an Maßnahmen, die von den Projektverantwortlichen bedacht worden sind.

Hierzu zählen unter anderem: eine Wärmeerzeugung über Blockheizkraftwerke mit Kraftwärmekopplung, Fußbodenheizungen mit niedrigen Vor- und Rücklauftemperaturen sowie hochgedämmte und wärmebrückenarme Dämmhüllen der Gebäude. Hinzu kommen Carsharingplätze, E-Ladestellen und die Ziegelproduktion mit Ton (Beitrag), der direkt aus dem Boden des Neubaugebiets stammt. Zur feierlichen Übergabe des Siegels „Klimaschutzsiedlung“ waren Dr. Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Peter Sakuth, Senator a.D. (Geschäftsführer der PGW), Reiner Schümer (Geschäftsführer der PGW), Uwe Schierloh (Geschäftsführer der PGW) und Stefan Fölsch (Geschäftsführer der GEWOBA Energie) auf der Baustelle vor Ort.

Peter Sakuth, Stefan Fölsch und Dr. Joachim Lohse betonten in Ansprachen die Wichtigkeit der Auszeichnung für alle Beteiligten und gaben Einblicke in das Gemeinschaftsprojekt Gartenstadt Werdersee. energiekonsens-Geschäftsführer Martin Grocholl überreichte eine Urkunde und Plakette an die PGW und an die GEWOBA. Uwe Schierloh übergab symbolisch einen der „selbstgebrannten Ziegel“ an energiekonsens und SUBV. Informationen zum Stand des Baufortschritts und ein Video zu den aktuellen Bauarbeiten in der Gartenstadt Werdersee gibt es hier. (Beitrag)