Wenn die Tage in der Vorweihnachtszeit kürzer werden und die dunkle Jahreszeit Einzug gehalten hat, gibt es für uns kaum etwas Schöneres, als die Schuhe festzuschnüren, uns warm einzupacken und anschließend stundenlang über die Deichpromenade zu wandern. Denn so ein Spaziergang ist nicht nur gut für die Stimmung, sondern auch die perfekte Gelegenheit, um natürliche Weihnachtsdekoration zu sammeln.

Im Laufe der letzten Jahre haben wir uns leichten Herzens von bunten Christbaumkugeln, Lametta und Sternen aus Plastik verabschiedet und gegen bessere Alternativen ausgetauscht. Das sah zwar alles schön und festlich aus, doch muss es immer aus Plastik sein?

Nein. Schon lange vor unserem Winterspaziergang hatten Tom und Lukas angefangen, im Internet nach Ideen für nachhaltige Weihnachtsdekoration zu forsten: Für die Fenster hatten wir aus echten Strohhalmen und etwas Bindfaden unsere ersten Weihnachtssterne selbst gebastelt. Lena und Cynthia von nebenan hatten für uns aus allerlei Stoffresten kleine Tannenbäume genäht. Unser Nachbar Kalle hatte in seinem Schuppen noch Rentiere aus Holz. Zusammen mit getrockneten Früchten und selbstgemachten Sternen aus Papierresten wollten wir dann später unseren kleinen Weihnachtsbaum aus dem Garten dekorieren, den wir jetzt jedes Jahr wiederverwenden können.

Alles was jetzt noch fehlte, liegt praktisch vor unserer Haustür! Während Paula und ich die frische und klare Luft rund um den Werdersee genossen, suchten unsere beiden Jungs emsig nach Deko, die man dort finden kann: Sträucher, Zapfen und Zweige. Flink verstauten sie alles und malten sich bereits auf dem Heimweg aus, was sie später Zuhause damit alles an Deko selbstmachen wollten. Bei soviel „do it yourself“ wollte ich natürlich nicht zurückstehen. „Ich glaube, ich versuche mich dieses Jahr mal am ersten selbstgemachten Glühwein…“